Allgemeine Geschäftsbedingungen und Auslagerungsvertrag zwischen dem Verpflichteten nach GWG (auch Besteller, Verpflichteter, Auftraggeber oder Kunde) und dem zu bestellenden Geldwäschebauftragten (GWB) der GFR-Consult Beratung GmbH, Gunter Fricke, Brookweg 6a, 22941 Jersbek.

Das Angebot dieses Online-Shops richtet sich ausschließlich an gewerblich tätige und lizenzierte Veranstalter von Sportwetten und deren Franchise-Nehmer.

In diesem Shop erwerben Sie keine Waren, sondern beantragen unverbindlich den Abschluß eines Vertrages zur Erbringung einer Dienstleistung. Der Vertrag kommt mit Bestätigung durch den GWB zustande. Der Vertragsabschluß mit Wettvermittlern für Wettveranstalter, die den Aufsichtsbehörden nicht vorab angezeigt wurden, ist nicht möglich.

1. Voraussetzungen

Ein Verpflichteter darf interne Sicherungsmaßnahmen nach § 6 Abs. 2 GwG sowie die Aufzeichnung und Aufbewahrung nach § 8 GwG durch einen Dritten Geldwäschebeauftragten (GWB) durchführen lassen. Dritter ist dabei jeder, der nicht selbst der Verpflichtete nach § 2 Abs. 1 GwG ist.

Die Voraussetzungen sind eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem Verpflichteten und dem Dritten, sowie die Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörde.

Mit Klick auf „Jetzt Kaufen“ geben Sie ein verbindliches Kaufangebot, schließen einen fortdauernden Vertrag ab und akzeptieren die AGB, die Datenschutzbestimmungen, die Widerrufserklärung und den beschriebenen Umfang der Dienstleistung. Die im Angebot angezeigten Produktpreise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer.

2. Bestimmung des auszulagernden Bereichs des Auftraggebers

Der Bereich der ausgelagerten Pflichten ergibt sich aus der Bestellung im Online-Shop der gfr-consult.de.

3. Beginn der Bestellung als GWB / des Dienstleistungsvertrages

Der Beginn der Bestellung als GWB beginnt mit der Annahme des Kaufangebotes und dem Zahlungseingang bei Online-Bestellung im Online-Shop auf www.gfr-consult.de oder mit der Meldung bei den zuständigen Aufsichtsbehörden, je nachdem welches das frühere Datum war. Die Bestellung bedarf der Annahme der Bestellung durch den GWB ggf. nach Prüfung des wirtschaftlich Berechtigen (wB) des Bestellers. Der GWB teilt den Aufsichtsbehörden und dem Wetthalter den Beginn der Bestellung mit. Eine vorvertragliche Verantwortung des GWB besteht nicht.

4. Ende der Bestellung als GWB

Die Bestellung als GWB endet mit ordentlicher Kündigung der Vertragspartner mit einer Frist von 4 Wochen zum Monatsende, bei Ende des gebuchten und bezahlten Zeitraumes oder bei Zahlungsverzug. Wir gestehen den Verpflichteten eine Widerrufsfrist von 14 Tagen zu, unabhängig davon, ob Sie gewerblich tätig sind oder nicht.

Die Bestellung endet zudem, wenn der Verpflichtete oder der GWB die gesetzlichen Pflichten nicht erfüllen. Insbesondere sei hier die Verpflichtungen des Verpflichteten genannt, Geldwäsche zu verhindern und verdächtige Transaktionen dem GWB und/oder den Behörden zu melden.

Der GWB teilt den Aufsichtsbehörden und dem Wetthalter das Ende der Bestellung durch den Wettvermittler mit.

5. Pflichten des Verpflichteten (Hauptpflichten)

a. Der Auftraggeber verpflichtet sich zur Umsetzung der in allen Angelegenheiten der Geldwäschebekämpfung durch den externen Geldwäschebeauftragten angeordneten Maßnahmen auf Basis der Auslegungs- und Anwendungshinweise zum Geldwäschegesetz (GWG) für Veranstalter und Vermittler von Glücksspielen vom 01.02.2019.

b. Der Auftraggeber gewährleistet den ungehinderten Zugang zu allen erforderlichen Unterlagen und Zugriffsrecht auf alle relevanten kundenbezogenen Datenbanken.

c. Der Auftraggeber erteilt die Vertretungsbefugnis als Ansprechpartner im Sinne des § 7 Abs. 5 GwG in allen Angelegenheiten der Geldwäschebekämpfung.

d. Der Auftraggeber teilt eigene Erkenntnisse und Verdachtsmomente in Bezug auf Geldwäsche dem GWB umgehend mit.

e. Der Verpflichtete legt die Beteilungsverhältnisse gegenüber des GWB offen und stellt auf Anfrage vollständige Unterlagen zur Unternehmensstruktur, zu Beteiligungsverhältnissen und einen HR-Auszug zur Verfügung.

f. Der GWB meldet alle vom Wettveranstalter oder Wettvermittler auf Basis der angegebenen Adressen der Bestellung den Aufsichtsbehörden. Der Wettvermittler bestellt den GWB für alle eigenen Filialen resp. Wettvermittlungsstellen und zeigt Änderungen umgehend an. Der Betrieb von Filialen ohne Meldung eines GWB oder mit falschen Adressen ist nicht zulässig.

g. Der Verpflichtete stellt sicher, dass in den Wettvermittlungsstellen ausschließlich Wetten von Wettveranstaltern angeboten werden, für die der GWB gegenüber den Aufsichtsbehörden gemeldet wurde. Der Vertrieb von Wettprodukten eines Veranstalters, für die der GWB bei den Aufsichtsbehörden nicht gemeldet ist, ist nicht zulässig.

6. Pflichten des GWB (Hauptleistungen)

a. Laufende Kontrolle zur Identifizierung und Beseitigung von Mängeln beim Veranstalter und Wettvermittler auf Basis der zuvor vom Auftraggeber bereitgestellten Informationen, den Schulungsunterlagen und der GWG Risikoanalyse des Veranstalters.

b. Berücksichtigung von Änderungen der für den Auftraggeber maßgeblichen oder von ihm vorgegebenen Leistungs- und Qualitätsstandards, insbesondere wenn dies auf Grund geänderter gesetzlicher oder aufsichtsrechtlicher Rahmenbedingungen notwendig wird.

c. Auskunftserteilung an die zuständigen Behörden

d. Aufbewahrung relevanter Unterlagen.

e. Schutz der Kundendaten vor unbefugtem Umgang durch angemessene technische und organisatorische Maßnahmen. Insbesondere sind die Systeme vor unbefugter oder zufälliger Vernichtung, zufälligem Verlust, technischen Fehler, Fälschung, Diebstahl, widerrechtliche Verwendung, unbefugtes Ändern, Kopieren, Zugreifen und anderen Bearbeitungen zu schützen .

f. Der GWB ist dem Geschäftsgeheimnis des Auftraggebers unterstellt, allerdings nicht gegenüber dem Veranstalter des vom Verpflichteten betriebenen Glücksspiels resp. des Wetthalters.

h. Der GWB meldet Verdachtsfälle bei der FIU im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben auf Basis der zuvor insbesondere – aber nicht ausschließlich – vom Wettveranstalter in strukturierter Form zur Verfügung gestellten Informationen.

7. Stellvertreter

Der Auftraggeber benennt eine Verbindungsperson in seinem Unternehmen als Ansprechpartner für den Dienstleister. Diese Person ist der Stellvertreter der GWB und wird entsprechend geschult. Wünscht der Verpflichtete auch die Auslagerung der Position des Stellvertreters an den Auftragnehmer, so Bedarf dies unserer gesonderten Zustimmung in Form der Bestellung bei den Aufsichtsbehörden.

8. Haftung

Die Haftung ist auf den vorhersehbaren und typischerweise eintretenden Schaden und den Fall der groben Fahrlässigkeit respektive der Leichtfertigkeit seitens des GWB begrenzt. Die Schadenshöhe wird nicht über die Höhe möglicherweise verhängter Bußgelder zu Lasten des Verpflichteten festgelegt. Die Haftung für die Geldwäscheprävention ist laut Gesetz nicht auf den GWB übertragbar, diese verbleibt beim Verpflichteten.

9. Vertraulichkeit

Der Verpflichtete und der GWB sind verpflichtet, alle Informationen, die im Zusammenhang mit der Auslagerung bekannt werden und die nicht offenkundig sind, vertraulich zu behandeln. Dies gilt insbesondere für alle Informationen über interne Belange. Vertrauliche Informationen können hierbei auch solche Informationen sein, die während einer mündlichen Präsentation oder Diskussion bekannt werden. Vertrauliche Informationen dürfen ausschließlich zum Zweck der Bestellung des GWB eingesetzt werden. Die Verpflichtung zur Vertraulichkeit gilt unabhängig davon, ob die betreffende Information ausdrücklich als vertraulich gekennzeichnet ist oder nicht.

Jersbek, den 20.05.2019

Alternative Streitbeilegung gemäß Art. 14 Abs. 1 ODR-VO und § 36 VSBG:

Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, die Sie unter https://ec.europa.eu/consumers/odr finden. Zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle sind wir nicht verpflichtet und nicht bereit.